Körpersprache lernen: wollen Sie wahrgenommen werden?

Körpersprache lernen: 5 Fehler, 4 Tipps und 3 Übungen

In der Kommunikation des Menschen macht das gesprochene Wort nur einen Teil des Inhalts aus, welchen Sie wiedergeben möchten, denn auch die Körpersprache macht auch einen genauso wichtigen Teil aus. Jederzeit nehmen wir die Sprache des Körpers wahr und haben eine unbewusste Interpretation dazu. Ihre Sprache des Körpers kann Unsicherheit oder Selbstvertrauen, Distanz oder Nähe, den Hang zum Lügen oder Ehrlichkeit ausdrücken, und noch vieles mehr was Menschen unbewusst wahrnehmen. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel wie Sie Körpersprache lernen können.

Fünf Fehler bei der Körpersprache, die nahezu jeder macht

Achten Sie beim Lesen darauf! Machen Sie diese Fehler auch?

1. Fehler: Blickkontakt vermeiden

Wenn Sie bei anderen Personen den Augenkontakt suchen, zeigen Sie Interesse: „Ich fühle Sicherheit in Ihrer Gegenwart“. Vermeiden Sie den Blickkontakt, strahlen Sie Desinteresse und Unsicherheit aus. Blicken Sie Ihrem Gesprächspartner deswegen ruhig in die Augen. Beachten Sie, dass Sie Ihren Gegenüber nicht anstarren, denn dies kann Ihrem Gegenüber unangenehm anstoßen.

2. Fehler: Übertriebene Gesten

Übertriebene Gesten mit Armen, Händen oder sogar dem ganzen Körper wirken unehrlich. Ihr Gesprächspartner, weiß Sie nun nicht richtig einzuschätzen und dieses Verhalten kann Ihnen Schaden zufügen. Nutzen Sie deshalb Gesten mit Bedacht und bleiben Sie sparsam.

3. Fehler: Schwacher Händedruck

Ein Händedruck ist schon ein erster Indikator der Körpersprache und es lässt sich dabei vielen herauslesen. Auf Dominanz und Aggression deutet ein zu langer oder zu starker Händedruck hin. Unsicherheit und Schwäche sind bei dagegen bei einem schwachen Händedruck zu erkennen. Machen Sie sich keine Sorgen ein angenehmer Händedruck ist erlernbar.

4. Fehler: Gebeugte Körperhaltung

Die Haltung des Menschen nimmt einen besonderen Stellenwert in der nonverbalen Kommunikation ein. Ein eingezogener Kopf und ein gebeugter Rücken signalisieren Ihrem Gesprächspartner: „Ich möchte gar nicht hier sein.“ Haben Sie deswegen lieber eine aufrechte Körperhaltung, denn dies signalisiert Interesse und Selbstbewusstsein.

5. Fehler: Der Zappelphilipp oder das ADHS-Kind“

Jemand der ständig an Hemdkragen, an Gegenständen oder beispielsweise an den eigenen Haaren spielt, signalisiert große Ungeduld oder Unsicherheit. Auch das zuckende Fußwippen oder häufig auf das Handy schauen erwecken denselben Eindruck. Merken Sie sich: „Wer ein Zappelphilipp ist, zeigt deshalb kein positives Bild von sich selbst.“

Vier Tipps zum Körpersprache lernen

Wir haben eine gute Nachricht für Sie: „Die überzeugende Sprache des Körpers kann man lernen“! Mit unseren kostenlosen Tipps können Sie schon mal den ersten Schritt machen, um eine authentische Körpersprache zu lernen.

1. Tipp: Eine gute Körperhaltung einnehmen

Es gilt, dass eine positive Körperhaltung locker und aufrecht ist. Beide Füße sollten beim Sitzen und Stehen fest auf dem Boden stehen. Die Schultern sind nach vorn gezogen und hängen nicht nach vorne. Versuchen Sie sich vor einem wichtigen Gespräch wie einem Meeting, Verkaufsgespräch oder einer Präsentation die Schultern auszuschütteln und sich zu lockern. Machtdemonstrationen durch in die Hüfte gestemmte Hände oder durch einen breiten Stand gilt es zu vermeiden. Zu einer guten Haltung gehört im Übrigen der Kopf. Halten Sie Ihren Kopf gerade und versuchen Sie nicht an die Zimmerdecke oder auf den Boden zu schauen. Im ersten Moment erscheint die natürlich viel, aber machen Sie sich keine Sorgen. Schritt für Schritt, geht diese Haltung in Fleisch und Blut über und mit dem richtigen Rhetorikkurs, können Sie noch viele weitere Punkte lernen.

2. Tipp: Wie Aufmerksamkeit signalisieren?

Kaum ein anderes Signal kann Ihr Gegenüber mehr verärgern als Desinteresse und Unaufmerksamkeit. Deswegen ist es von höchster Bedeutung Ihrem Gesprächspartner Aufmerksamkeit zu signalisieren. Ein Körpersignal von wichtiger Bedeutung, ist der bereits erwähnte Blickkontakt. Merken Sie sich: Anstarren ist falsch, aber in die Augen schauen ist jedoch wichtig. Kleine zustimmende Bemerkungen und Nicken zeigen Ihrem Gesprächspartner, dass Sie ihm folgen können. Des Weiteren sollte Ihre Sprache des Körpers offen sein und der Person mit der Sie gerade sprechen zugewandt sein. Vermeiden Sie verschreckte Arme oder Gesten der Ablehnung und Desinteresse.

3. Tipp: Wohin mit den Händen?

Fuchteln Sie nicht mit den Händen und Armen rum, stemmen Sie nicht Ihre Gliedmaßen in die Hüfte oder stecken sie keinesfalls Ihre Hände in die Hosentasche. Die Arme zu verschränken ist gleichermaßen keine gute Idee. Doch wohin nur mit den Händen? Versuchen Sie im Stehen Ihre Hände seitlich nach unten hängenzulassen. Für viele Personen ist diese Haltung gewöhnungsbedürftig. Diese Körperhaltung sorgt jedoch dafür, dass Sie mit Ihren Händen keine unerwünschten Signale senden. Sollten Sie ein Kugelschreiber oder ein Glas in der Hand halten, kann dies für Sie unterstützend wirken. Aber auch hier gilt es, übertriebene Gesten zu vermeiden. Wenn Sie einen Gegenstand in den Händen halten sollten, vermeiden Sie es sich mit beiden Händen an das Glas zu klammern oder mit Kugelschreiber ständig zu klicken oder durch die Hände gleiten zu lassen. Natürlich müssen Sie mit den Händen das gesagte unterstreichen, doch machen Sie lieber kleine Gesten. Mit Sicherheit kennen Sie die „Merkel-Raute“? Diese Haltung ist ein einstudierter Körperhaltungs-Trick, dadurch kann Frau Merkel Ihren Rücken gerade halten und Ihre Hände sind sinnvoll beschäftigt.

4. Tipp: Nähe und Distanz

Bei Nähe und Distanz kommt es auf das richtige Mittelmaß an. Sollten Sie zu viel Abstand zu Ihrem Gegenüber halten, wirken Sie unsicher, abweisend oder sogar ängstlich. Kommen Sie Ihrem Gesprächspartner zu Nahe, hat dies eine grenzüberschreitende Wirkung auf ihn. Mit Körperkontakt sollten Sie besonders vorsichtig sein. Einige Personen finden es sympathisch während des Dialogs an der Schulter oder am Arm berührt zu werden, aber andere Personen empfinden zu viel Körperkontakt als sehr unangenehm.
Unsere Empfehlung: „Weniger ist manchmal mehr!“

Drei Übungen um authentische Körpersprache lernen

Wie in allen Bereichen des Lebens ist auch die Übung wichtig, um Körpersprache zu lernen. In der Regel sendet unser Körper jederzeit und unbewusst Körpersignale aus. Doch mit unseren kostenlosen Übungen können Sie die ersten Schritte unternehmen, um Ihre Körpersignale wieder in Ihrem Bewusstsein zu speichern.

1. Übung: Beobachten und imitieren

Damit Sie Körpersprache verbessern können, sollten Sie sich Vorbilder aus Ihrem Umfeld, Fernsehen oder auch Medien wie YouTube suchen. Sie sollten mit vollem Bewusstsein darauf achten, wer für Sie angenehme Körpersignale ausstrahlt. Was macht die Person anders als Sie? Versuchen Sie nun die Haltung dieser Person zu imitieren und ein Gefühl dafür zu bekommen.

2. Übung: Bestandsaufnahme mit Spiegel, Gespräch und Videokamera

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie Sie auf andere wirken? Für die meisten Menschen ist diese Frage gar nicht so einfach zu beantworten, doch kann diese für wertvolle Hinweise für Ihre persönliche Körperhaltung haben. Machen Sie sich alle verfügbaren Mittel zunutze, damit sie herausfinden können, welche Signale Sie senden. Voraussetzung ist dafür, selbstkritisch zu sein. Beobachten Sie sich kritisch auf im Spiegel, auf Bildern und auf Videos. Bitten Sie Personen, denen Sie vertrauen, Ihre Körperbewegungen während Sie sprechen mit vollen Bewusstsein zu analysieren und Ihnen ein Feedback zu geben. Eine gute Übung ist eine Präsentation mit der Kamera des Smartphones auf Video aufzunehmen, dadurch werden Sie erstens sicher im Reden und zweitens können Sie sich so selbst analysieren.

3. Übung: Den passenden Händedruck üben

Wie bereits in Fehleranalyse erwähnt, ist ein passender Händedruck deshalb wichtig, weil gleich bei der Begrüßung der erste Eindruck entsteht. Wenn Sie gleich zu Beginn ein positives Bild von sich abgeben, ist dies für den weiteren Gesprächsverlauf positiv. Wer gleich zu Beginn einen schlechten Eindruck hinterlässt, hat es ganz schwer diesen wieder zu korrigieren. Üben Sie genau aus diesem Grund, den passenden Händedruck und die passende Körperhaltung:

  • Nie die Hand mit der Handfläche nach oben entgegenstrecken, das signalisiert Unterwürfigkeit
  • Nicht zu viel Druck
  • Nicht zu wenig Druck

Es ist von Vorteil, wenn Sie den Händedruck mit einem Vertrauen üben. Idealerweise beherrscht diese Person den richtigen Händedruck. Experimentieren Sie mit unterschiedlicher Druckstärke, Handhaltungen und Dauer. So sind Sie in der Lage die optimale Kombination für sich zu finden.

Fazit: Körpersprache lernen

Sie haben nun einige Punkte über die Sprache des Körpers gelernt. Nichtsdestotrotz ist dies nur ein kleiner Teil der Kommunikation. Sie sollten sich in allen Bereichen der Kommunikation weiterbilden, denn kommunizieren müssen Sie ein Leben kann! Merken Sie sich, dass Sie sich jeden Tag aufs neue verkaufen müssen, bei den Arbeitskollegen, bei Ihrem Chef, bei Ihren Kunden und auch in Ihrer Familie. Ein kluger Mensch sagte mal zu mir: „Sei der Regisseur Deines eigenen Films. Du kannst selbst bestimmen was und vor allem wer in Deinem Leben eine Rolle spielt“. Dieser Mensch war mein Freund und Mentor Alex Fischer (Unternehmer). Von ihm habe ich viele Punkte im Bereich der RhetorikKörpersprache und des Vertrieb gelernt. Deswegen empfehle ich Ihnen auch der Regisseur Ihres eigenen Films zu sein! Wie das genau funktioniert und wie Sie Körpersignale als rhetorische Waffe verwenden, erfahren Sie in unserem Rhetorikkurs (14 Tage kostenlose Testphase).